0221/871-3313 spj@im.nrw.de

Klarkommen!

CHANCEN BIETEN DURCH PRÄVENTION

DIE INITIATIVE

„Klarkommen!“ ist eine  kriminalpräventive Initiative der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, die die Kriminalität zugewanderter junger Menschen verhindert und ihre Gemeinschaftsfähigkeit verbessert.

Ausgangssituation

Seit einigen Jahren hat sich die Migration junger Menschen, die aus inner- oder außereuropäischen Ländern begleitet durch ihre Familien oder unbegleitet zu uns kommen, stark erhöht. Einige von Ihnen geraten auf die schiefe Bahn und fallen der Polizei durch Straftaten in außergewöhnlicher Quantität und/oder Qualität auf. Kulturelle Hintergründe oder Erfahrungen auf den – teilweise jahrelangen – Reisewegen machen es den jungen Menschen bzw. ihren Familien oft schwer, dem deutschen Staat und seinen Institutionen zu vertrauen. Entsprechend schwierig und bisweilen unmöglich wird es, diese Menschen zu erreichen. Oftmals entziehen sie sich auch ganz bewusst dem Regel- und Hilfesystem.

Leitgedanke

Kultursensibilität und Fremdsprachenkompetenz
Um Straftaten und Opfer zu verhindern und die Situation für die zugewanderten Menschen und die Bevölkerung zu entspannen, muss ein spezifischer und wirkungsvoller Zugang zu dieser Zielgruppe gefunden werden. Erst wenn dieser erreicht ist, kann an den zu Grunde liegenden Problemen und Ursachen gearbeitet werden. Dabei setzt Nordrhein-Westfalen auf eine kultursensible Herangehensweise. Korrelierende Migrationshintergründe / -kenntnisse, Sprachkompetenzen und Kultursensibilität bei den eingesetzten pädagogischen Fachkräften sowie ihre enge Zusammenarbeit mit den lokalen Kreispolizeibehörden und den Kommunen sind zielführend.

Ziel

Die NRW-Initiative „klarkommen!“ hat zum Ziel, die Kriminalität zugewanderter junger Menschen zu verhindern und ihre Gemeinschaftsfähigkeit zu verbessern.

Zielgruppe

Kinder, Jugendliche und Heranwachsende mit einem aktuellen Migrationshintergrund (nicht in Deutschland geboren, Einreise nach Deutschland liegt nicht länger als zwei Jahre zurück), die durch häufige und/oder schwere Straftaten auffallen und die sich bzw. deren Familien sich dem Regel- und Hilfesystem überwiegend entziehen.

H., 17 Jahre alt, unbegleitet eingereist, Raub, Diebstahl, Körperverletzung, Cannabiskonsum, kriminelle Peer, keinerlei Tagesstruktur…

Methodik

Migrationsspezifische pädagogische Fachkräfte

Es geht darum, von der Zielgruppe akzeptiert zu werden und die besonderen Bedürfnisse der Zielgruppe zu kennen, zu verstehen, um damit und daran gezielt zu arbeiten. Korrelierende Migrationshintergründe der Sozialarbeiter und Sozialpädagogen sowie der Einsatz zertifizierter Sprach- und Integrationsmittler sind hier ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg. Die Fachkräfte sind per Dienstleistungsvertrag in die Arbeit der Polizei eingebunden.

Aufsuchende Arbeit und „Anlaufstellen“

Die Zielgruppe muss zum Teil zunächst im Rahmen von Streetwork ausfindig gemacht und dann in einem zweiten Schritt erreicht und zur Teilnahme animiert werden. Durch pädagogische Angebote und Sprachkurse in den eigens für die Initiative geschaffenen „Anlaufstellen“ werden die Tage der meisten Teilnehmenden erstmals strukturiert und eine Bindung zu den neuen Bezugspersonen stellt sich ein.

Verquickung mit konsequenter Strafverfolgung

Es ist ein Spiel mit offenen Karten. Die Teilnehmenden und ggf. deren Eltern wissen, dass sie im Fokus der Polizei stehen und die pädagogische Fachkräfte im Auftrag der Polizei handeln. Das wird ihnen z.B. bei gemeinsamen Gefährderansprachen deutlich vor Augen geführt.

Ein Konzept, individuelle Varianten

Die Methodik der Initiative ist als Standard vorgegeben. Über die spezifische Form der Ausführung bestimmen die umsetzenden Behörden individuell und an die jeweilige Bedarfslage angepasst.

Evaluation

Die NRW-Initiative „klarkommen!“ wurde durch die Zentrale Evaluationsstelle des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen untersucht. Die Evaluatoren kommen zu dem Ergebnis, dass die Zielgruppen sehr gut erreicht werden. Neben guten Resultaten
im Bereich der Bildungsbiografien und der Sprachförderung ist bei den Teilnehmern insbesondere eine deutliche Abnahme der
Straftaten zu verzeichnen.

Leitung der Initiative

Die Leitung der NRW-Initiative „Klarkommen!“ hat ihren Sitz im Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen und ist dort in der Abteilung 4, Referat 424 „Kriminalprävention und Opferschutz, Kriminalpräventive Landesprojekte“ dem Landeskriminaldirektor Dieter Schürmann zugeordnet.

Friedrichstraße 62, 40217 Düsseldorf
Telefon: 0211/871-3313 E-Mai: spj@im.nrw.de

Sie willigen mit Absenden einer E-Mail an uns ein (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO), dass Ihre mit dem Kontakt übermittelten persönlichen Daten gespeichert und verarbeitet werden dürfen. Sie versichern damit ebenfalls, dass Sie mindestens 16 Jahre alt sind bzw. die Zustimmung der / des Sorgeberechtigten zur Nutzung des Kontaktes und Weitergabe der Daten vorliegt. Sie versichern weiterhin, die Datenschutzhinweise gelesen zu haben und dass Ihnen das Recht des Widerrufs bekannt ist.

Jörg K. Unkrig

Leitender Kriminaldirektor Jörg K. Unkrig ist Leiter des Referates 424 „Kriminalprävention und Opferschutz, kriminalpräventive Landesprojekte“ im Innenministerium NRW und hat das Konzept „Kurve kriegen“ seit Beginn an (2011) mit- und weiterentwickelt. In seinen Funktionen in der Polizei NRW hat er mit vielen Jugendsachbearbeitern zusammengearbeitet und kennt die Herausforderungen in der (polizeilichen) Arbeit mit schwierigen Kindern und Jugendlichen und insbesondere auch mit Intensivtätern. Neben Aus- und Weiterbildungen in der Polizei ist er zertifizierte Fachkraft für Kriminalprävention. Zudem hat er die Evaluation der Intensivtäterkonzepte in NRW begleitet.

Telefon: 0211/871-3313
E-Mail: Joerg-Konrad.Unkrig@im.nrw.de

Sie willigen mit Absenden einer E-Mail an uns ein (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO), dass Ihre mit dem Kontakt übermittelten persönlichen Daten gespeichert und verarbeitet werden dürfen.

Sie versichern damit ebenfalls, dass Sie mindestens 16 Jahre alt sind bzw. die Zustimmung der / des Sorgeberechtigten zur Nutzung des Kontaktes und Weitergabe der Daten vorliegt.

Sie versichern weiterhin, die Datenschutzhinweise gelesen zu haben und dass Ihnen das Recht des Widerrufs bekannt ist.

Wolfgang Wendelmann

Erster Kriminalhauptkommissar Wolfgang Wendelmann war Jugendbeauftragter des PP Köln, bevor er in die Stabsstelle Prävention Jugedkriminalität wechselte. Als Koordinator des Kölner Haus des Jugendrechts war er zudem für die Konzeption, Einrichtung und den Wirkbetrieb dieses richtungsweisenden Kooperationsmodells verantwortlich. Er war in den ministeriellen Arbeitsgruppen zur Erarbeitung der Initiative »Kurve kriegen« eingebunden und übernahm während der Pilotphase die Funktion des polizeilichen Ansprechpartners »Kurve kriegen« in Köln. Er verfügt über umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen Jugendkriminalität sowie konzeptioneller Arbeit und Networking.

Telefon: 0211/871-2414
E-Mail: Wolfgang.Wendelmann@im.nrw.de

Sie willigen mit Absenden einer E-Mail an uns ein (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO), dass Ihre mit dem Kontakt übermittelten persönlichen Daten gespeichert und verarbeitet werden dürfen.

Sie versichern damit ebenfalls, dass Sie mindestens 16 Jahre alt sind bzw. die Zustimmung der / des Sorgeberechtigten zur Nutzung des Kontaktes und Weitergabe der Daten vorliegt.

Sie versichern weiterhin, die Datenschutzhinweise gelesen zu haben und dass Ihnen das Recht des Widerrufs bekannt ist.

Christina Vieten

Regierungsamtfrau Christina Vieten ist gelernte Diplom-Verwaltungswirtin (FH) und war vor ihrem Wechsel zur Stabsstelle Prävention Jugendkriminalität in der Betreuungsstelle im Jugendamt des Rhein-Kreises Neuss tätig. Durch ihre berufliche Expertise ist sie im Umgang mit Menschen in Lebenskrisen und schwierigen Situationen, wie etwa bei Drogenmissbrauch oder Alkoholabhängigkeit, sehr erfahren. Darüber hinaus verfügt sie über eine Gemeindepsychiatrische Zusatzausbildung, kennt die Bedeutung funktionierender Netzwerke und ist mit deren Aufbau und Administration vertraut.

Telefon: 0211/871-3329
E-Mail: Christina.Vieten@im.nrw.de

Sie willigen mit Absenden einer E-Mail an uns ein (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO), dass Ihre mit dem Kontakt übermittelten persönlichen Daten gespeichert und verarbeitet werden dürfen.

Sie versichern damit ebenfalls, dass Sie mindestens 16 Jahre alt sind bzw. die Zustimmung der / des Sorgeberechtigten zur Nutzung des Kontaktes und Weitergabe der Daten vorliegt.

Sie versichern weiterhin, die Datenschutzhinweise gelesen zu haben und dass Ihnen das Recht des Widerrufs bekannt ist.

Schreiben Sie uns!

Unsere Ansprechpartner sind für Sie erreichbar.

15 + 7 =

Sie willigen per Mausklick ein (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO), dass Ihre mit dem Kontakt übermittelten persönlichen Daten gespeichert und verarbeitet werden dürfen. Sie versichern damit ebenfalls, dass Sie mindestens 16 Jahre alt sind bzw. die Zustimmung der / des Sorgeberechtigten zur Nutzung des Kontaktes und Weitergabe der Daten vorliegt. Sie versichern weiterhin, die Datenschutzhinweise gelesen zu haben und dass Ihnen das Recht des Widerrufs bekannt ist.

FAQ

Hier entstehen bald unsere FAQ.